NEW YORK CITY

Alles fing damit an, als ich in die 10. Klasse kam…
Mein Bruder hatte sein Abi in der Tasche und ich war nach der 9. Klasse nicht wirklich motiviert, weiter zu machen. War etwas hilflos und wusste nicht so recht ob ich eine Ausbildung oder doch einfach das Abi machen soll. Meine Eltern meinten, ich soll das machen, was für mich am besten wäre. Trotzdem überlegte sich mein Dad, wie er mich irgendwie motivieren könnte.
Wie könne er mich dazu bringen, voller Elan mein Abi zu machen. Mit einem eigenen Auto,
mit einem Motorrad oder einer teuren Uhr?. Nee. Da dachte er sich, dass das für mich kein Ansporn sei.

Also sagte er eines Abends einfach so beim Abendessen: „Wenn du dein Abi besser machst als dein Bruder, dann bekommst du ´ne Shopping Tour nach New York geschenkt!“. Dazu mein Bruder: „Und von mir 100€ drauf!“. Tja, meine liebe Familie hat mich in der Hinsicht wohl echt unterschätzt; schlussendlich machte ich mein Abi mit einem Schnitt um 0,4 Punkte besser als mein Bruder. Jedes Mal, als ich mit einer guten Note nachhause kam, klopfte ich meinem Dad auf die Schulter und sagte spaßeshalber: „ Fang schon mal an zu sparen!“.
Ich dachte niemals, dass ich es wirklich schaffen konnte. Aber Tadaaa „I made it“.
Die Tour nach New York war das eine, aber einmal in etwas besser zu sein, als der eigene Bruder, ist fast unbezahlbar. *liebevoll gemeint*
Der wirklich sehr nette Nebeneffekt war dann schließlich meine kleine große Reise!!!! Also ging es für mich, gemeinsam mit einer sehr guten Freundin, am 9. September auf nach New York.
Big Apple wir kommen!!! Im Folgenden lest ihr mein Reisetagebuch im Zeitraum vom 9.9.2015 bis 18.9.2015 mit nachträglichen Kommentaren.

 

Tag 1

New York. Omg! New York! Aufstehen, Sachen zusammen räumen, ins Auto schmeißen,
ab zum Flughafen und los geht’s! Das ist noch alles so unreal. Gestern hab ich noch gearbeitet, saß abends noch bei einer Freundin auf der Verabschiedungsparty weil sie ins Ausland nach Spitzbergen geht und jetzt geht’s nach New York. Ich kann´s noch gar nicht glauben!
Am Flughafen angekommen,
traf ich Nanette und ihre Familie. Wir checkten ein, flogen pünktlich gegen 9 Uhr los
und der erste geplante Stop war dann Kopenhagen; dort mussten wir umsteigen.


Die nächste kleine Story würde ich zur Kategorie „Karma und das Leben“ hinzufügen.
Eigentlich müssten wir uns glücklich schätzen, nicht mit Lufthansa, sondern mit SAS zu fliegen, da Lufthansa an diesem Tag mal wieder streikte. Tja, sollten wir meinen!
Angekommen in Kopenhagen war der erste Eindruck sehr schön. Ich kaufte mir erst mal was zu Essen und dann warteten wir, bis es ein Zeichen für unser neues Gate gab. Irgendwann nach
ner halben Stunde fragten wie mal vorsichtig nach, wo es denn zu unserem Flug geht.
Wir wurden zum Gate C geschickt, durch die Passkontrolle, zum Abflugsgate.
Und dann stand dann da auf einmal was von 17:30. Wieso? Hä? Wie, meinen die deutsche Zeit oder 17:30 New Yorker Zeit? Naja abwarten. Im Endeffekt stellte sich raus, dass unser Flug wegen eines technischen Problems um 5 Stunden verschoben wurde… Karma..
Erst lustig machen über die Leute, die mit Lufthansa fliegen müssen und dann das.
Ab zum Info- Umbuchungspoint, an dem wir versuchten, eine andere Alternative zu finden, um nach NY zu kommen. Nach längerem Warten bekamen wir einen Gutschein
in Form von 100k (~13€) mit denen wir uns am Flughafen Essen kauften konnten.
Erschöpft und genervt warteten wir die Zeit ab. „Boardingtime“. Auf ins Flugzeug,
der nächste große Schritt ist getan. Der Flug war angenehm, es gab 2-mal Essen, was sogar echt gut schmeckte und vielseitig war, für so ein Flugzeugessen. Filme gab es natürlich auch,
was die Flugzeit dann nochmals angenehmer machte. Wir hatten auf beiden Flügen die Fensterplätze, also war es auch immer spannend zu beobachten, was so gerade unter einem los ist. Was mich echt nachdenklich machte, war, dass das Essen von vielen (mich eingenommen) nicht wirklich aufgegessen wurde, sodass noch gutes Essen einfach wegschmissen wurde.
Ich dachte mir am Ende, dass man die Sachen, die noch verpackt waren, ja aufheben kann und zwischen durch isst oder mitnimmt. Aber nein. Naja. So ist das nun mal. „Machen Sie sich bitte auf die Landung bereit“ Es war schon Abend in New York, als wir landeten. Es war für uns perfekt, dass wir auf der linken Seite an den Fenstern saßen, sodass wir bei der Landung auf den Newark Airport parallel zu Manhattan flogen. Also hatten wir die perfekte Sicht auf die Skyline von Manhattan. Angekommen am Airport ging alles echt schnell. Raus aus dem Flugzeug,
durch die Passkontrolle zum Gepäck und ab nach draußen. Wir entscheiden uns, anstatt mit dem Taxi bis nach Brooklyn zu fahren, doch lieber die Bahn zu nehmen, die vom Airport direkt zur Pennstation nach New York führte. By the way. Der Newark Airport liegt eigentlich in New Jersey und damit näher an Manhattan als der JFK. Für uns wäre wahrscheinlich der JFK besser gewesen, da wir in Brooklyn wohnen, aber egal. Unser Flug war somit günstiger als die direkt Flüge zum JFK. Am Flughafen kostete ein Ticket 12$ um nach Manhattan zu kommen.
Bei der Pennstation entscheiden wir uns, direkt die Metro Card von 31$ zu kaufen, damit wir die nächsten 7 Tage die ganze Zeit fahren konnten. (Im Endeffekt sind wir so viel Bahn gefahren, dass sich die Metro Card mehr als nur gelohnt hat). Hier an der Ostküste war es zwar erst 22 Uhr aber in Deutschland war es ja schon 4 Uhr morgens. Wir waren echt fertig…
Die Subway war scheiß heiß! (Da die New Yorker Subway zur ältesten der Welt gehört, und es damals noch keine Belüftung Systeme gab, ist die Luft im Untergrund echt heiß und stickig.)
Völlig erschöpft und verschwitzt kamen wir in Brooklyn Bushwick an. Für uns war es schon echt ungewohnt, in einer fremden Stadt nachts alleine rum zu irren. Alles sah etwas ungewohnt und auch irgendwie gefährlich aus. Bei unserer südkoreanischen Hostess Heeran angekommen, waren wir erst mal erleichtert. Alles sah so wie auf den Bildern aus, wie wir es bei der Buchung über Airbnb gesehen haben. Das Zimmer ist etwas klein aber auch irgendwie geräumig.
Oben Stockbett, unten Klappsofa, Klimaanlage, Schrank, Bad, Küche (in der wir den Kühlschrank mitbenutzen dürfen) W-Lan und Wohnzimmer (auch zum mitbenutzen). Nun völlig erschöpft,
um 23:50 legte ich mich ins Bett und schrieb meinen Eltern, die gerade aufstand, dass alles gut ist und wir da sind. Jetzt bin ich schon um 7 Uhr wach, es regnet leider momentan,
aber hey, wir können das nutzen und erst mal ins Museum gehen, shoppen und uns einen Überblick von der näheren Umgebung schaffen.

 

 

Tag 2

Der Jetlag ruft. Da man erst mal mit den 6 Stunden Zeitverschiebung klar kommen muss, bin ich um 7 Uhr aufgewacht, hab mich geduscht und fertig gemacht. Danach sind wir einkaufen gegangen.


Perfekt ist, dass wir in nem Eckhaus wohnen, wobei die Metro Station zur einen Seite 50 Meter entfernt war und der Supermarkt zur anderen Seite genau so weit weg lag.
Ein riesen Supermarkt ist das! In Amerika gibt es wirklich nichts was es nicht gibt.
Alles immer XXL, mega Packungen und in viel zu viel Plastik eingepackt. Wir sind es gewöhnt, dass es im Rewe eine Schale voll mit Äpfeln oder Avocados gibt. Hier gibt es direkt von allem zu viel. Die Konservendosen sind kunstvoll nach hinten hin hoch gestapelt, die Fleischabteilung auf gefühlte -5 bis -10 Grad runter gekühlt, und die Cornflakes Schachteln sind auch bis zur Decke hin hochgestapelt. Das ist doch mal typisch USA. Aber hey! Um die Ecke abgebogen,
war ich erstaunt, dass es sogar eine Back-Abteilung mit frischen Brötchen, Baguettes und Bagels gab. Hab direkt mal welche eingepackt, denn unterwegs hab ich nicht so wirklich Lust, Fastfood in mich zu schaufeln. Was ich auch super fand, dass es Obstsalat zum mitnehmen gab.
Auch direkt mal eingepackt. (Ich muss sagen, was das Essen angeht hatte ich echt viele Vorurteile und war deshalb positiv überrascht, dass es doch so viele gesunde Ausweichmöglichkeiten gab.)

 

Unser Wagen war im Gegenteil zu den Amis ein Diät-Mager-Model-Baby-Super-Öko-Wagen.
Wir hatten grade mal nur das Nötigste gekauft. Bananen, Äpfel, Blaubeeren, Nektarinen, Melone, Toast, Käse, Wurst, Snacks zum mitnehmen und ne riesen Packung kleiner Wasserflaschen. Hingegen sahen die anderen Wagen mehr als ungesund aus. Eben mal so 10 Packungen Butter und 3x 10 Rollen Klopapier, 3 Liter Cola Flaschen und nen Fertigkuchen war dann halt ganz normal. Naja. Vorurteil teilweise bestätigt. Nach dem Frühstückt ging es weiter zum MoMA. Liebevollerweise hat uns unsere Hostess Heeran (eine wirklich nette!) ihre Member Card
fürs MoMA gegeben, sodass einer umsonst und der andere nur für 5 statt 25$ reinkam. Perfekt! Kein Anstehen in der Schlange.
Als wir dann die Treppen aus der U-Bahnstation „Rockefeller Center“ rausgingen und die riesigen Hochhäuser sahen, war ich dann mental wirklich in New York angekommen!
Sowas nach Jahren wieder zu sehen, ist einfach krass. (By the way: Ich war mit meiner Familie vor 15 Jahren schon mal dort gewesen) Du wirkst neben diesen Giganten so klein und nichtig.
Alles so geradlinig, so groß. Ein unbeschreibliches Gefühl. Der Kopf hing nur noch im Nacken und die Augen starrten umher, um wirklich jedes Hochhaus der Umgebung zu sehen.


Das MoMA bietet wirklich viele tolle Gemälde und Kunstwerke!
Die berühmtesten Werke, wie die Sternennacht von Vincent Van Gogh oder das Actionpaint Bild von Jackson Pollock, mal „live und in Farbe“ zu sehen, war für mich als Kunst LK-ler echt spannend.

Weiter ging es dann ins National History Museum. Schon viel ruhiger, wenn man in der Nähe des Central Parks ist. Auf eine Bank niedergelassen, aßen wir zu Mittag.
Ein Eichhörnchen und 2 Tauben waren schon scharf auf unserer Essensreste und lagen auf der Lauer. Es war echt angenehm, mal ein bisschen Ruhe zu haben. Das National History Museum ist riesen groß und liegt am linken Rand des Central Parks / Upper West Side! Wir haben uns glatt 5-mal darin verlaufen. Ununterbrochen habe ich die Orientierung verloren (das Gefühl für die Zeit sowieso) und die Füße taten nach 4 Stockwerken und gefühlten tausend Kilometern nur noch weh. Aber das Museum lohnt sich für klein und groß. Unter einem Blauwal zu sitzen oder die Kultur der Ureinwohner des Amazonas zu erkunden, war echt spannend. Wenn man sich für jedes einzelne Themengebiet ausreichend Zeit nehmen will, sollte man schon echt mindestens 3-4 Stunden Zeit einplanen. Alleine wir haben 2 Stunden gebraucht, um uns von Allem mal einen Überblick zu verschaffen.
Kurze Pause.
Weiter geht’s.
Der Timesquare.


Noch ein Stückchen mehr New York. Und nochmal hab ich mich mehr in New York angekommen gefühlt, als am Abend zuvor. Es sieht einfach wirklich so aus, wie in den Filmen. Überall Reklame und leuchtende Werbung. Läden, Theater und Restaurants, wo das Auge hinsieht. Es ist gigantisch!
Normalerweise bin ich nicht der Fan von Konsum und „von allem zu viel“. Aber beim Timesquare muss das aber irgendwie so sein. Gehört einfach dazu.
Ein paar Selfies gemacht und ein bisschen geshoppt, dann ging es zurück in die Wohnung.

 


Wir haben den Tipp von Brenda (einer deutschen Bloggerin) zu Herzen genommen und sind ein paar Stationen mit der Bahn zu Champes Diner gefahren. (Brenda habe ich über Instagram kennengelernt und sie nach Insider Tipps gefragt, da sie dort für 7 Monate lebte).
Wenn man an dem Laden dran vorbeiläuft, hätte ich mich wohl nicht dafür entschieden, aber im Endeffekt war es super lecker und eine gute Entscheidung für den ersten Abend.
Die Bedingung war super freundlich, es war sauber und die Gäste im Restaurant waren in unserm Alter und bisschen älter. „Sehr angenehm“.

 

Aber jetzt ab nach Hause und ab ins Bett.
Ich bin fix und fertig und werd jetzt schlafen, damit ich fit bin für den nächsten Tag.

 

 

Tag 3

Den Jetlag merkt man von Tag zu Tag weniger und diese Nacht hab ich geschlafen wie ein Stein. Schnell ausm Bett gehüpft, zum Supermarkt gehuscht um meinen täglichen Bagle und etwas frisches Obst zu kaufen. Das Wetter war schon viel besser als am Vortag, zwar noch schwül aber richtig schön sonnig warm. Gefrühstückt habe ich wieder unterwegs weil mein Bauch irgendwie noch vom Vorabend voll war. Richtig komisch, als wir zur Bahn liefen hatte die Highline der U-Bahn gebrannt. Aber zum Glück fuhr unserer Linie “L“ im Untergrund, also mal wieder ab in die Hitze nach unten. Aber heute ging es sogar relativ. Mit der Bahn brauchen wir gut 25 min
um nach Midtown Manhattan zu kommen. Apropos Ubahn… Was mich mega nervt ist,
dass es selten Anzeigetafeln gibt, die zeigen wann die nächste Bahn kommt. Und wenn es welche gibt steht 1 Minute, aber sie kommt erst nach 10. Oder es steht 3 und 5 Minuten dran aber nach eine Minute kommt die Bahn eingefahren. Ich persönlich finde die Ungewissheit wann die Bahn kommt richtig lästig und man wird richtig zappelig. Aber da alle New Yorker gelassen warten, taten wie es ihnen gleich. Ab zur Staten Island Ferry.
Die Staten Island Ferry fährt am südlichsten Punkt Manhattans ab.
Das Gebäude kann man nicht übersehen. Man muss echt sagen, es ist geil bei der Fahrt so nah an die Freiheitstatue zu kommen und nichts bezahlen zu müssen.
(Die Staten Island Ferry ist umsonst, da sie Manhatten und Staten Isalnd verbindet und von den New Yorkern als normaler Verkehrsweg genutzt wird) Auf dem Rückweg hätte man einen tollen Blick auf Downtown Manhattan und auf das One World Traid Center, das aus den umliegenden Hochhäusern krass rausragte.


Zurück am Hafen, erkundigten wir uns über einen Helikopter Flug, da ich das unbedingt nochmal machen will!
(Als ich klein war, waren meine Eltern und ich auch schon mal in New York und ich merke einfach, dass ich mich an manche Sachen echt noch super erinnern kann, wie zum Beispiel den Rundflug, die Schiffstour mit der Fähre, den Central Park und an das National History Museum. Und weil ich noch ganz genau weiß, wie aufregend ich den Rundflug fand, musste ich es einfach nochmal machen!)
Nachdem ich mich informiert hatte, war der Weg zwischen den Hochhäusern und den Banktürmen in Richtung der Wall Street echt krass.
So eng, so hoch, so verscheiden, so toll.


Ich mein, ich bin es ja gewohnt von Hochhäusern umgeben zu sein. Aber alleine die gewaltigen Mauern und die Menge der Häuser ist ein deutlicher Unterschied zu Frankfurt. Eigentlich wollten wir heute zum Ground Zero gehen, da heute der 11. September ist. Aber irgendwie war es abgesperrt, sodass wir weiter in Richtung China Town sind. Die nächsten Tage möchte ich dennoch hin, da es irgendwie dazu gehört und gewürdigt werden muss, dass vor 15 Jahren zu viele Menschen aus dem Leben gerissen wurden.
Chinatown war irgendwie bizarr. Einfach zuuuu crazy um wahr zu sein. Ich mein, ein McDonald Schild wurde übersetzt… Überall war alles auf Chinesisch geschrieben. Ich hab gedacht ich wäre sonst wo, aber nicht in New York Nun gut.


Lustiger weise war ein Straßenfest zwischen Soho und Chinatown, das echt strange aussah aber uns etwas zu viel wurde, weil wir auch langsam hungrig wurden.Hungrig auf was richtiges.
Die eine Straße war noch voll von China Läden und chinesischen Schildern, die andere sah dann schon total anders aus. Willkommen in SOHO.


(Absolutes Lieblingsviertel neben Williamsburg)
Einmal um ein paar Blocks gelaufen, kamen wir zum Restaurant the butchers daughter. Das Essen war lecker, gesund aber nicht so preiswert. Schöne Gegend, nette, stylische Szene Läden drum herum und wieder nur junge Leute unterwegs.


Da der Broadway in Soho auch lang geht und es nur so von Shopping Läden wimmelt, nutzte ich die Gelegenheit um mal richtig zu shoppen. Schön zu sehen, dass es hier so viele Läden gibt die man in Deutschland nicht mal kennt. Die Mode ist stylisch, jung, modern und teuer.
Trotzdem ließ ich mich vom Gewohnten mitreißen und shoppte gefühlsmäßig den ganzen Topman aus. Aber man gönnt sich ja sonst nichts, ne? 😉
Ich liebe Topman! Es ist einfach mein Favorit! Punkt!
Vollgepackt mit 3 Jacken, 4 Pullis, 4 t-Shirt und 2 Hosen ging ich wie ein Packesel schleppend zur Garderobe. Ich glaub die sehen nicht täglich jemanden wie mich, der dann mal direkt übertreiben muss und bis zum Hals vollgepackt und fast zusammenbrechend durch den ganzen Laden zur Umkleidekabine läuft und in den Sachen fast untergeht. Naja.. Ich kaufte mir dann doch nur ein paar Dinge.
Geiles Gefühl mal nicht unbedingt auf den Preis zu achten. Es war mein Abi Geschenk und irgendwo muss man ja den Frust der letzen 9 Jahre auslassen.
Zum Vorteil von Topman.


Weiter ging es die Straße auf und ab. Auf dem Weg die Straße auf, kamen wir am Supermarkt Dean and Deluca vorbei und kauften uns kleine abgepackte Salate, Brot und Obst und fuhren nachhause wo wir uns ausruhten, Essen machten und die neuen Mitbewohner aus Taiwan begrüßten. Wir sind heute aber wieder so fertig weil wir wieder so viel erlebt haben und so viel gelaufen sind, dass wir einfach ins Bett gefallen sind. Ich schreib grad mein Daily Diary bei Musik und Pretzel m&m’s. (Hammer Geil!) So das war das Wort zum Freitag.

Der Plan für die nächsten Tage: Alles Bisschen entspannter angehe. Wir haben nun echt Zeit da wir den Großteil schon gesehen haben und nicht mehr den Druck haben was zu verpassen. Jetzt können wir uns den kleineren aber auch schönen Dingen widmen. Also Nacht jetzt!

 

 

Tag 4

Heute haben wir alles entspannt angegangen. Ich bin wieder ein bisschen frisches Obst und Bagels einkaufen gegangen, danach haben wir gemütlich gefrühstückt und uns auf den Weg gemacht. Zwar war Regen und Gewitter angesagt, aber bis 7 Uhr abends hat man davon nichts mitbekommen. Als allererstes sind wir  nach Williamsburg gefahren um in den Second Hand Laden „Beacon’s Closet“ zu fahren. ( Noch so ein guter Tipp von Brenda)
Dort gab es alles was das Second-Hand-Herz begehrt. Von Kleider, über Lederjacken bis hin zu Schuhen.

Danach sind wir weiter in den Meetpacker District gefahren wo wir im Chelsea Market bummeln waren. (Super schön da! Es gibt viele verschiedene Restaurants und nette kleine Boutiquen.) Danach setzten wir uns am Flatiron hin und aßen zu Mittag mit der Sicht aufs Empire State Building

. Ein Spaziergang durch Greenwich Village, entlang der 5th Avenue ein wenig shoppen, hoch bis nach Midtown.
(Midtown hat mir jetzt nicht so gefallen. Viele Billigläden, komische Essensbuden und komische Leute die dir als Touri die ganze Zeit irgendwelche Rundfahrten andrehen wollten.)

Zurück Zuhause angekommen, entscheiden wir dem Tipp unsere Hostess zu folgen und mit der U-Bahn bis zur Station Jefferson Street zu fahren und dort ein Restaurant zu suchen. War wohl die beste Entscheidung. Kaum hatten wir uns für das Restaurant Lorenzo’s entschieden und hatten einen Platz am Fenster gefunden, schüttete es draußen in Eimern.


Die Gegend wo die ganzen Restaurants lagen sah es auf den ersten Blick etwas „random“ aus, überall waren kleine Bars, süße Restaurants oder unauffällige Clubs zwischen kunstvoll vollgesprayten Hauswänden. Die Leute die die Straßen entlangliefen waren alle jung, sahen stylisch und alternativ aus; die passten auch irgendwie in die Gegend. Wir genossen das ausgefallene und super leckere Essen bei bester Musik. Ich mein, Krabbe auf „purple potatoes“ mit Avocado? Rettich mit Chilli Pulver, Fisch Pastete und ein gemischter Salat mit Physalis, Bohnen, Gurke und Radischen (die aussahen wie kleine Melonen Scheiben)???? Das bekommt man nicht alle Tage zu Essen. Und man denkt es nicht, aber es war MEGA Lecker! Ich muss sagen in dem Moment war ich so zufrieden wie lange nicht mehr. Ich könnte hier echt für ne richtig lange Zeit bleiben.

PS: „Mega“ ist mein neues Lieblingswort

 

Tag 5

Langsam wird alles zur Routine.
Aufstehen, duschen, Bagle beim Supermarkt kaufen, frühstücken oder Lunchpakete machen, Sachen packen, raus aus dem Haus und weiter geht’s.
Heute sind wir aber mal brunchen gegangen. Nur wo.. Wir wussten, dass es ein Café
namens Egg Shop in der Straße, wo wir gestern waren gibt. Zu diesem schlenderten wir dann inmitten der typischen SOHO Häuser. Aber als wir zum Egg Shop kamen, war alles voll und die Leute standen bis nach draußen Schlange. Muss wohl echt begehrt sein, aber uns war das zu stressig und hektisch.
Aber Tada!! Direkt daneben war ein Cafe unten im Nolitan Hotel.
Das Café: Cantine Parisienne. Es war mega schön und ruhig gelegen. Moderner, klassischer urban stil. Wir sahen schon von außen die frischen Pancakes und die Lachs Bagle uns anlächeln, also schnell rein. Wir entschieden uns die Blaubeere Pancakes zu teilen, Nanette bestellt sich ein Ei-Avocado Sandwich und ich mir ein weich gekochtes Ei mit Bagle, und einem gemischten Obstsalat mit griechischen Jogurt. Es war himmlisch!


Die Bedienung in allen Cafés und Restaurants sind uns alle positiv aufgefallen. Alle super höflich, echt aufmerksam und sie bereiten dir alles so zu, wie du es möchtet. Weiter ging es zu Macys, einer Kaufhaus Kette aus Amerika. Ich war etwas enttäuscht, weil ich es mir krasser vorgestellt habe. Ja die Lobby und das Erdgeschoss waren mega schön und alles glitzerte und schrie nach Sex and the City, aber die darauffolgenden Stockwerke waren langweilig. Also weiter ging’s zur Grand Central Station. Als wir mit unserem Starbucks Icetea die Park Avenue entlangliefen,
sah man schon von weitem die GCS. Vor Ort wurden gerade Vorbereitungen für die Fashionweek gemacht, aber was für eine Show es werden sollte, konnte man noch nicht erkennen.
Aber echt ne super Location dafür. Die Grand Cental Station ist mega groß und hat richtig hohe Decken, sodass sie etwas leer aussieht, obwohl überall Gewusel ist und alle Menschen umher huschen.

 

Mittag gegessen haben wir auf einen schönen Fleckchen im süd-westlichen Teil des Central Parks. Das Wetter war bis jetzt echt schön, wir saßen am Ufer des „The Lake‘s“ und sahen hinter den riesen Baumkronen die Hochhäuser hinausragen. Der Central Park ist echt riesig!
Man hat am Verhalten der New Yorker gemerkt, dass sie den Park so richtig nutzen und es sich gut gehen lassen im Grün des Großstadt Dschungels.


Zuhause angekommen hörten wir mexikanische Musik auf den Straßen und sahen, dass eine Straße abgesperrt war. Wir machten uns auf den Weg und erkundeten, was da auf der Straße so los war. Und plötzlich befanden wir uns umgeben von kleinen Ständen auf einem mexikanischen Straßenfest. Zu Beginn holten wir uns eine ausgehöhlte, mit Pina Colada gefüllte, Ananas und schlenderten über das Fest. In der Ananas steckte auch ein Gewürz Stick, der gleichzeitig süß, scharf und sauer war. Mega Kombi!. Das Straßenfest war einfach,
die Stände boten von Essen, über kleine Ketten und Anhänger bis zu Kleinkram alles an.

Am späteren Abend ging’s wieder in Richtung Jefferson Street. Dieses mal erkundigten wir einige Parallel- und Querstraße wie die Troutman St. Oder die St Nicholas Av. Das kleine Restaurant im Eckhaus dieser Kreuzung namens Montanes Trail House, hatte den Charme eines Pubs im Wohnzimmer. Alles war etwas dunkel und düster, die Bar Hocker im roten leder Reto Stil und die Einrichtung rustikal, rockig aber gemütlich und süß. Eine Wand war ein komplettes Bücherregal, die andere bestand aus Holzlatten. Die Bar hatte ein ganz eigenen aber super heimischen Flair. Eigentlich wollten wir ja nur was trinken gehen, aber das Essen sah so lecker aus, sodass ich mir einen fruchtigen Salat, bestehend aus Tomate, Melone, Minze, Gurke, Basilikum, Salz, Pfeffer, Kürbiskernen und griechischen Quark bestellte. Dazu die beste selbstgemachtes Zitronen Limonade die ich je getrunken habe! (Die hat mal wirklich nach Zitrone geschmeckt!)
Der Moment wenn das Essen einfach perfekt ist, man gemütlich beisammen sitzt,
die Uhrzeit egal ist, man sich keine Gedanken über Probleme machen muss, macht einen einfach so glücklich und zufrieden dass man einfach am liebsten für immer da bleiben möchte!

 

 

Tag 6

Heute ging es das erste Mal hoch hinaus. Nach dem täglichen „walk“ zum Supermarkt, bis hin zur täglichen Dusche und dem Frühstück, fuhren wir schnur Stracks mit der Bahn Richtung Downtown.
Ziel? Das One World Trade Center.
Zum Glück waren wir schon um 10 da, sodass wir so gut wie nicht anstehen mussten. Der Aufzug war super schnell oben. Im 102. Stock erwartete uns zunächst eine Video Theater Show. Eins muss man den Amis lassen. Das mit den Shows und dem Verkauf der Attraktionen können Sie echt perfekt. Die Aussicht war der Hammer! Man könnte alles sehn. Die Menschen auf der Erde waren nur noch kleine bewegte Punkte. Nur noch die größten der riesen skyscraper setzen sich von den umliegenden Häusern ab.


Alles andere sah unwichtig und klein aus. Der 360-Grad-Rundum-Blick war super. Für meinen Geschmack hätten die Fenster etwas breiter sein könne, da man sich halt so ganz nah ans Fenster drücken musste um wirklich alles mit der Cam zu erfassen.

 

Nicht nur auf der Erde, sondern auch auf dem Boden der Tatsachen angelangt, gingen wir ums Gebäude herum, zur Gedenkstätte des 11. Septembers. Schon ein mulmiges Gefühl, so am Ort einer riesen Katastrophe zu stehen. Das Denkmal ist meiner Meinung einfach perfekt gemacht worden. Ein Riesen Graben in Form des Grundrisses der Gebäude, die einen tiefe Schlucht bildet. Inmitten dessen ein Loch, welches noch tiefer in die Erde ragt, sodass man am Rand des Denkmals nicht rein sehen kann. Die ganzen Wasser Massen im Denkmal werden vom dunkeln Loch reingezogen. Es zeigt mir als Betrachter einfach das so ein Anschlag ein riesen Loch (nicht nur in New York verursachte, sondern auch in den Herzen der Menschen).

Weiter ging es für uns zum Highline Park, der auf der West-Side Manhattans im Meetpacker Distrikt Liegt. (direkt beim Chelsea Market) Eine wunderschöne Idee eine nicht mehr genutzt Überland Bahnstrecken zu einem Park umzukonstruieren. Mit einer Limonade in der Hand ging es vom unteren Ende Richtung Norden. Es war super entspannend Entlang der Pflanzen und Bäume zu laufen und überall kleine Häuser, verstecken Gärten, Rooftop Bars o.ä zu sehen. Jede 50 Meter hätte man sich in Kreis drehen können und würde immer neue Dinge entdecken.

 

Wieder auf den Straßen New Yorks angelangt, sind wir mit unseren Lunch Paketen zum Timesquare gefahren um dort nochmal die Sicht zu genießen. Zuerst mussten wir aber aufs Klo. Ja wenn das denn so einfach wäre. Am Timesquare eine Toilette zu finden ist wie die Nadel im Heuhaufen! Und wenn man dann mal eine findet, stehen viel zu viele Menschen an… Egal.
Ein bisschen gebummelt und weiter ging es zum Rockefeller Center. Der Blick von oben war fantastisch. Es war schon 5 halb 6 und die Sonne stand schon etwas tiefer. Nachdem wir ein paar Fotos machten und die Sicht vom Central Park bis zum One World Trade Center genossen, setzen wir uns ganz oben auf einen kleinen Mauervorsprung und ließen die Eindrücke des Tages auf uns wirken. Die Sonne auf der Haut und der Wind zwischen den Haaren taten so gut. Einfach mal ruhig werden über dem ganzen Stress auf den Straßen unter uns. Die Sicht war einfach bombastisch, das Wetter perfekt und der Moment musste einfach genossen werden. Ich mein das hat man nicht alle Tage.


Auf dem Rückweg waren wir echt fertig aber entscheidenden uns dieses Mal eine andere Bahn nachhause zu nehmen. Als wir auf der Hoch-Bahn (Metro) entlang führen bekamen wir eine völlig andere Perspektive auf Brooklyn. Manche Straßen sagen super süß aus und andere leider echt runtergekommen. Als wir ausstiegen, hatten wir eine krasse Sicht auf die New Yorker Skyline. Die Sonne strahlte zwischen den Hochhäusern hindurch und oben auf der Plattform sah es einfach Mega aus!


Kurz ausgeruht und fertig gemacht ging es wieder in Richtung Jefferson Street, in der wir unser nächstes Restaurant suchten. Fündig würden wir bei einem minimalistisch gehaltenen Italiener namens Faro. Das Essen war wieder mal super lecker! Das Ambiente schlicht aber rustikal. (Für Meinen Geschmack zu steril; aber ich bin in der Hinsicht eh mehr der Dekor typ)
Die Bedienung wieder sehr zuvorkommen und freundlich. Unser Wasser wurde nach fast jedem Schluck wieder neu aufgefüllt, sodass wir immer ein volles Glass hatten. Jedes Mal wenn ein Teller leer war wurde er direkt abgeräumt und wir wurden immer freundlich gefragt ob wir noch etwas haben möchten. In den letzen Tagen muss ich sagen, haben wir uns echt gegönnt. Preislich gesehen finde ich, dass es voll geht. Jeder von uns zahlt im Durchschnitt 25-30 Dollar (inklusive Trinkgeld und Tax).


Auf dem Weg zur U-Bahn Station ist uns ein kleiner Wohnwagen aufgefallen in dem Licht brannte und ich von außen viele Kleider Bügel erkannte. Es war einfach ein Vintage Shop auf Rädern bei dem alles nur 10$ gekostet hat!!! Omg ! Wie geil ist das denn?!?!? Von Levis Shorts, über Gürtel bis zu Schuhen gab es alles. Zwar nicht viel von allem aber dennoch genug. Ich fand ein weiß rot gestreiftes Hemd von Levis für 10$ im sehr guten Zustand. Was will man nach einem gelungen Abend mehr?

 

Tag 7.

„Ja Man, genau! Über den Dächern von New York, entlang der ganzen Hochhäuser! Wie ein Vogel, der alles im Blick hat. So richtig hoch und richtig schnell! So wie in den Filmen um die Skyscraper herum. Ja, genau! Ich flieg mit dem Heli um New York. Jahaa!, richtig gehört!
Den Traum hab ich mir erfüllt“ (Gespräch mit Freunden :P)
Als ich klein war, waren meine Familie und ich schon mal in New York. Ich kann mich nicht mehr an viel erinnern, aber was hängen geblieben ist, war der Central Park, der Blick aufs Empire State Building, die Staten Island Ferry und halt der Heli Flug. Ich dachte mir,
komm wenn du schon mal in New York bist, dann gönn dir den Traum. Und das hab ich auch.

Also ging es für mich heute Morgen an den Heli Port Manhattan am südlichsten Stück Manhattans. Ich war schon echt aufgeregt, ich mein sowas macht man ja nicht alle Tage.
Im Internet auf der Seite: Loving New York gibt es die Vergleiche und verschiedene Anbieter. Darüber hab ich den Flug auch gebucht. Die Plattform ist seriös, gut aufgebaut und man erfährt viel über die unterschiedlichen Anbieter und Flugarten. Ich entschied mich für den mittellangen Flug um die Freiheitsstaue und entlang Manahttens West Side. Der Flug geht etwa 20 Minuten lang. Ich kam an den Heli Port an, wurde kontrolliert, hab bezahlt, kurz gewartet und schon ging’s los. Da ich den Flug alleine antrat, wurde ich zu einer Gruppe von 4 Leuten zugeteilt und durfte einfach vorne neben dem Piloten sitzen! Wie geil ist das denn bitte? Es lag wohl daran, dass sie die Pärchen nicht trennen wollten. Oh yes Baby ! Perfekt für mich! Den geilsten Platz ergattert!! Das war schon mal der Oberhammer. Blick nach links, nach rechts, grade aus, schräg runter. Einfach geil.


Und schon ging’s los. Über den East River zur Statue of Liberty, einmal drum herum. An Downton vorbei, die komplette West Seite Manhattans hoch, bis oben an die
George Washington Bridge (am Rand von der „Bronx“) und wieder zurück. Der Blick aus dem Heli ist „unbezahlbar“. Klar von den Türmen siehst du schon Mega viel. Aber du kommst echt nah dran, kannst prima Fotos machen, ohne dass du dich an jemanden vorbei drängeln musst oder du von unten hoch fotografierst.

 

Nach 20 min war schon wieder Schluss. Ich hätte das den ganzen Tag machen können. Am Pier angekommen, traf ich Nanette wieder und wir wollten entlang des East River auf die Brooklyn Bridge, bis wir merkten, dass man erst mal ein ganz schönes Stück wieder in Manhattan rein laufen musste um auf die Brücke drauf zu kommen. ( P.s. Dort ist auch direkt eine U-Bahn Haltestelle; benutzt die! ) Den Weg über die Brücke hatten wir echt unterschätzt. Ist schon ein Stückchen. Aber wieder war die Aussicht ein Traum.

 

Die Sonne knallte heute zwar etwas, aber egal. Die letzten Sonnen Tage muss man genießen und das dachten wir uns auch. Wir fuhren von der anderen Seite der Bridge in Richtung Coney Island. Nach einer längeren Fahrt mit der U-Bahn kamen wir direkt am Strand von Coney Island an. Buden und kleiner Freizeitpark namens „Luna“ umgab das schöne Stückchen.
Es gab für jeden Geschmack was zu essen und nachdem wir etwas rumgeschlendert sind, legten wir uns an den Strand. Es gab viele Möwen und leider auch viel Müll. Der Strand war echt leer, weswegen das wohl auch so auffiel. Aber es war trotzdem sehr schön. Wir genossen die Sonne und fühlten uns nicht mehr wie in New York, sondern wie an der Côte d‘Azur.
Als Fazit zu Coney Island. Auf Jeden Fall ein Besuch wert, vor allem wenn man aus den Großstädten Trubel mal raus möchte.

 

Der Rückweg war echt anstrengend, wir waren müde und die Sonne hat uns auch nochmal Kraft genommen. Zuhause angekommen, machte ich mir was für unterwegs, denn es ging wieder weiter, und zwar nach Manhattan.
Unser Ziel:
Das Empire State Building bei Nacht. Überall draußen rundum das ESB wurden uns Tickest angeboten, die für 5€ oder mehr einen VIP Eingang und bessere Komfort versprachen. Aber das war uns zu heikel. Da stellen wir uns lieber an. Und von wegen 1 1/2 Stunden warten. Innerhalb von 20 min waren wir oben und dann lag unter unseren Füßen die glitzernde Welt von New York. Es war Mega! Wir liefen ein paar Mal Drumherum, machten viele Fotos und genossen die Aussicht und das angenehme Klima.


Es hat schon was Magisches die ganze Stadt bei Nacht zu erleben. Überall siehst du andere Details, wie das auffällige Dach vom Chrysler Building oder das H&M Schild am Timesqare. Aufm Rückweg spielten Straßenmusiker in der U-Bahnhaltestelle und beendete somit unseren Abend. So, jetzt ist es aber wieder echt spät. In Deutschland stehen meine Eltern bestimmt gleich wieder auf und wir gehen jetzt schlafen.

  

Tag 8

Heute ließen wir alles ganz entspannt angehen. Den letzten Tag nochmal richtig auskosten und nichts allzu anstrengendes machen. Das war der Plan. Aber bei der Hitze war das „entspannte“ doch anstrengender als gedacht. Aber von Anfang an. Wir packten diesmal mehr ein.
Eine Decke, genug Essen, und eine Musik Box und schon ging es auf in den Central Park.
Erst mal schön ein schattiges Plätzchen suchen und frühstückt. Das war echt entspannend.
Ein Picknick inzwischen dem ganzer grün und der Hochhäuser, mit ein paar Straßenmusikern und guter Musik. Nach unserm kleinen Picknick gingen wir an den Süd westlichen Eingang,
um uns dort Fahrräder zu mieten. 15$ pro Stunde. (Geht echt voll) So, drauf geschwungen und los ging’s. Der Central Park ist echt groß und echt lang, aber wunderschön! Mit den Fahrrädern einmal im Park eine Radtour machen ist richtig entspannend aber anstrengender als gedacht. Der Park ist nicht einfach nur flach und gradlinig. Oh nein. Es geht auf und ab, ein paar Mal um größere Kurven, an Spielplätzen, Liegewiesen, Seen, Gärten, Hochhäusern und Imbissbuden entlang. Die Straßen sind super ausgebaut, es macht riesig Spaß, es geht immer flott voran und es ist mal ne Abwechslung zum Alltags Stress. Mit der Sonne im Gesicht und dem Wind im Rücken fühle es sich auch halb so anstrengend an. Bye the way, der Central Park ist 2 mal so groß wie Monaco… Und ja, das merkt man erst dann wenn man die Rad Tour gemacht hat,
oder zu Fuß einmal rum gelaufen ist. Mitten im Central Park gab es auch 2 Street Art Tänzer die ihre Show machten, Kutschen die graziös herumführen und viele Familien, die mit ihren Kindern spazieren gingen.

Als die wirklich schöne Tour zu Ende war, legten wir uns an ein schattiges Plätzchen, hörten Musik und ließen den Moment und die Eindrücke der letzten Tage auf uns wirken. Ich muss schon sagen, jeden Tag ein bisschen was Unternehmen, einfach im Park zu gammeln, zu picknicken oder zu shoppen und abends in Szene Lokals essen zu gehen,
daran könnt ich mich echt gewöhnen. Und ich glaube auch, dass der Alltag in New York ein anderer und abwechslungsreicherer ist als in Frankfurt. Hier gibt es immer wieder was zu entdecken, man kann alleine im Stadtteil Williamsburg Monate lang jeden Abend woanders essen gehen. Die Street Art New Yorks kann man bewundern, ob du zu Fuß oder mit der Bahn bist, jedes Mal kommt was Neues dazu und jedes Mal, wenn man in einen andern Stadtteil New Yorks kommt, ist man gefühlsmäßig ganz wo anders. Als Abschluss unseres Tages gingen wir in Williamsburg essen. Davor bewunderten wie die Sonne die hinter Manhattan unter ging.


Wenn man bei der Bedford Street (eine Station mit der L-Train aus Manhattan raus) aussteigt und die nächstgelegenen Gassen entlanggeht, ist für jeden Geschmack was dabei, ob Asiatisch, Italienisch, einheimisch oder Französisch, uns Lag die ganze Spannbreite des globalen Essen zu Füßen. Nach langer Suche entschieden wir uns für Juliette Restaurant. Ein Restaurant was auf den ersten Blick unscheinbar aussieht, aber drinnen echt groß ist und oben eine Rooftop Bereich hat.


Also ab nach oben. Der Stil, rustikal, voll Vintage und wieder ganz einfach.
Mit den einfachsten Dingen wurde unser Essen zum stylischen Dinner. Ob Burger, Muscheln oder ausgefallene Salate, es gab viel zur Auswahl und wieder war die Bedienung super freundlich, sehr zuvorkommend und auch relativ schnell. Die Musik stimmte mal wieder zur Atmosphäre und das Klientel war wieder echt jung (Künstler, Einheimische und ein Paar Touris).


Den letzten Abend genießten wir und ließen es uns gut gehen. Hauptspeise, Tee, Limo und Nachspeise. Als Fazit zum Tag: Gut das wir die letzten Tage doch viel gemacht haben, sodass der Abschluss entspannt verlaufen konnte und wir somit den perfekten Abend hatten.
Ich muss sagen ich bin wirklich traurig von hier weg zu gehen. Könnte mir schon vorstellen hier in Brooklyn Williamsburg zu leben, den Lifestyle der Menschen zu teilen und es mir einfach nur gut gehen zu lassen.

  

Tag 9

Abreisetag: Mein Flug geht aber erst um 18:55 Uhr vom Airport Newark. Wir packten und suchten alles schon am Vorabend zusammen, sodass wir am Morgen nur alles nehmen mussten und direkt los konnten. Nun hieß es Abschied nehmen von einer wirklich tollen Wohnung und einer super netten Hostess. Ein Mulmiges Gefühl von hier komplett zu verschwinden, irgendwie ist mir die Gegend ans Herz gewachsen. An der Penn Station konnte ich für 15$ meine 2 Rucksäcke und meinen Koffer abgeben, sodass ich nicht den ganzen Tag alle Sachen rumschleppen musste. Wir fuhren weiter zum Port Authority Bus Terminal in der Nähe vom Timesquare, wo es für Nanette weiter ging. Und wieder hieß es Abschied nehmen und wieder ist es ein mulmiges Gefühl die Person für 3 Monate nicht zu sehen. Aber positiv sehen, man hatte die letzten 10 Tage eine Hammer Zeit zusammen! Die restlichen 4 Stunden, die ich noch in New York hatte, verbrachte ich damit, mir nochmal ein paar Sachen zu kaufen und durch den Central Park zu laufen um dort zu Mittag zu essen. Mit der Kamera, immer stets an meiner Seite, knipste ich nochmal wild herum. Immer auf der Suche nach neuen Blickwinkeln auf die bereits gesehen Dinge.


In der Nähe von Macy‘s shoppte ich nochmal wie verrückt ein paar Sachen, von denen ich wusste, dass sie nicht mehr in den Koffer passten, sodass ich sie im Flieger anziehen müsste. Weiter geht’s. Im Central Park angekommen, fand ich die Stelle wieder, an der ich bereits mal mit meinen Eltern war. Die Statue von Alice im Wunderland. Eine große Bronze Statue im südöstlichen Bereich des Central Parks, glänzte schon aus der Ferne und ich wusste direkt dass ich richtig war. Es war wie in meiner Erinnerung. Richtig schön! Weiter ging es zu einer Parkbank auf der berühmten Straße „The Mall“ Dort gab es viele Künstler und Straßen Musiker. Gegenüber von mir machte ein Zauberer seine kleine Show mit Spielkarten und Bällen. Bei Sonnenschein und einem kleinen Mittagessen war es echt ein gelungener Abschluss. Aber jetzt ab zur Pennstation die Sachen abholen. Es wird Zeit! Gut, dass ich das Ticket für die Air Train und den Transit zum Airport bereits gekauft hatte, da jetzt wirklich viele Leute umher huschten und an den Kassen Schlange standen. Zum Glück konnte ich direkt in den Transit hüpfen und war dann auch schon relativ schnell am Flughafen. Der Weg zum Flughafen war irgendwie schwerer als gedacht. Die Sonne strahlte die Skyline in einen goldenen Ton an und es hatte etwas Ruhiges auf die Stadt gebracht. Ich vermisste New York jetzt schon. Am Flughafen ging alles super gut und auch echt schnell. Der Flug war angenehm. Ich musste in Oslo umsteigen, was auch problemlos funktionierte. Von einem Flieger raus und direkt in den andern rein. Angekommen in Frankfurt spürte ich schon wieder alle Sorgen und Verpflichtungen auf mich zukommen. Am liebsten wäre ich wieder in den nächsten Flieger gehüpft und zurückgeflogen…

New York I already miss you. 

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.